Datei:2019-05-08 (6) Irgendwas mit bitteren Orangen Gilles Reckinger 8Mai2019 geschwärzt.pdf

Aus Archiv der Aktion 3.Welt Saar
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Originaldatei(1.240 × 1.754 Pixel, Dateigröße: 139 KB, MIME-Typ: application/pdf)

T e r m i n e r i n n e r u n g 8.Mai 2019 / Nr.6

„Irgendwas mit bitteren Orangen – Moderne Arbeitssklaverei in Europa“. Vortrag mit Prof. Dr. Gilles Reckinger, Ethnologe, Luxemburg - Donnerstag, 16.Mai 2019, 18 Uhr, Saarbrücken

Woher kommt unser billiges Obst und wer baut es unter welchen Bedingungen an? Zu diesen Fragen referiert der Luxemburger Ethnologe Prof. Dr. Gilles Reckinger auf Einladung der Aktion 3.Welt Saar e.V. und der Stiftung Demokratie Saarland: „Irgendwas mit bitteren Orangen – Moderne Arbeitssklaverei in Europa“: Donnerstag, 16. Mai 2019, 18 Uhr, Saarbrücken, Haus der Stiftung Demokratie, Europaallee 18. Gertrud Selzer vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar e.V. führt in die Veranstaltung ein. Die Veranstaltung wird unterstützt von der NGG Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (Region Saar).

Auf ihrer Flucht in die ersehnte Freiheit stranden afrikanische Flüchtlinge in der modernen Arbeitssklaverei süditalienischer Orangen-Plantagen. Dabei haben sie Glück, denn viele finden ihr Grab im Mittelmeer. Der Ethnologe Gilles Reckinger (geb. 1978, Luxemburg) geht der Frage nach, was aus den Menschen geworden ist, die wir zu Tausenden in Lampedusa haben an Land gehen sehen, gezeichnet vom Horror der Flucht und doch voller Hoffnung auf ein freies Leben in Europa.

Die nahen Plantagen sind oft ihre einzige Chance auf eine Arbeit, die ihr nacktes Überleben sichert. Er hat sie auf Orangenplantagen in Kalabrien getroffen, wo sie jahrelang als Erntehelfer in extremer Armut ohne Papiere und ohne medizinische Versorgung am Rande der Gesellschaft vegetieren. Rechtlos auf dem Arbeitsstrich.

Schockiert von den Arbeits- und Lebensverhältnissen und berührt von ihren Schicksalen dokumentiert er dies in dem Buch „Bittere Orangen – Ein neues Gesicht der Sklaverei in Europa“. Diese Sklaven produzieren „unsere“ gesunden Früchte, wahlweise auch Bio, so wie es der Markt verlangt.

Die Schlussfolgerung leuchtet ein: Gerechtigkeit muss global gedacht werden und nicht partiell nur im Norden oder via Fairen Handel im Süden. Erst wenn diese inneren Schranken überwunden werden, gibt es eine Perspektive sich zu organisieren und die Ausbeutung zu überwinden. Dafür setzt sich die Aktion 3.Welt Saar e.V. ein mit ihrem bundesweiten Agrarprojekt „ERNA goes fair – Für eine Faire Landwirtschaft weltweit“. Oder wie es der US Songwriter Woody Guthrie formulierte „This land is your land“.

Es ist die 19. Veranstaltung in der „Irgendwas mit….“ - Reihe der Aktion 3.Welt Saar e.V., www.a3wsaar.de. Die Veranstaltung findet seitens der Aktion 3.Welt Saar e.V. innerhalb eines Projektes statt, das vom Ministerium für Bildung Kultur und von Brot für die Welt gefördert wird.

Medienkontakt: Roland Röder, 06872 / 9930-56, Foto: Abdruck honorarfrei; auf Wunsch auch in höherer Auflösung

Dateiversionen

Klicke auf einen Zeitpunkt, um diese Version zu laden.

Version vomVorschaubildMaßeBenutzerKommentar
aktuell13:19, 16. Apr. 2020Vorschaubild der Version vom 16. April 2020, 13:19 Uhr1.240 × 1.754 (139 KB)Maintenance script (Diskussion | Beiträge)
  • Du kannst diese Datei nicht überschreiben.

Keine Seiten verwenden diese Datei.

Metadaten