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10. Oktober 2007 Nr. 24
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== Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck – Vom Kaiser geehrt, vom Führer geliebt – Ehrenbürger der Stadt Saarlouis ==
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Flugschrift der „Aktion 3.Welt Saar“, Auflage: 165.000 Ex.
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„Aus unserer Sicht gibt es nichts an Lettow-Vorbeck, das heute noch verehrungswürdig wäre oder gar Vorbildfunktion hätte.“ Mit diesem Satz endet die vierseitige Flugschrift der „Aktion 3.Welt Saar“, zu dem deutschen Kolonialmilitär Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1964), der in Saarlouis geboren wurde. Unter dem Titel „Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck“ setzt sich ein Autorenteam der „Aktion 3.Welt Saar“ kritisch mit dem Saarlouiser Ehrenbürger auseinander und plädiert für einen anderen Umgang. Bis heute ist sowohl in Saarlouis als auch in Völklingen eine Straße nach ihm benannt.
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Die vierseitige Flugschrift zeigt unter anderem das Konterfei der Saarlouiser Ehrenbürgerurkunde vom 5. Oktober 1956 und erscheint mit einer Startauflage von 165.000 Ex.. Sie wird am 12. bzw. 13. Oktober der „Saarbrücker Zeitung“ und der „tageszeitung“ (taz, Berlin) beigelegt. Die Publikation der Flugschrift wird von mehreren Organisationen unterstützt, unter anderem dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED, Bonn), der Stiftung Demokratie Saarland, der Stiftung do (Hamburg), Netzwerk Selbsthilfe Saar, der Peter Imandt Gesellschaft e.V., Solidaritätsfonds der Hans Böckler Stiftung (Düsseldorf), der Rosa Luxemburg Stiftung (Berlin) und von InWent gGmbH aus Mitteln des BMZ.
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„Ich plädiere für die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft, die Umbenennung der nach ihm benannten Straße und für ein öffentliches Gedenken an die Opfer seiner Politik“. Diese Vorschläge macht Rüdiger Fries vom Vorstand der „Aktion 3.Welt Saar“. 1904 war Lettow Vorbeck aktiv am Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) beteiligt, lies 1919 Sozialdemokraten und Kommunisten erschießen und diente den Nazis als Redner und bekämpfte die Demokratie der Weimarer Republik. Begleitend zu der Publikation der Flugschrift findet ein Vortrag mit dem Historiker und Buchautor Uwe Schulte – Varendorff statt: Dienstag, 16.Oktober, 19.30Uhr, Saarlouis, Theater am Ring; in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland und der Heinrich Böll Stiftung Saar; Eintritt 4 €.
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Die Flugschrift zu Paul von Lettow-Vorbeck kann kostenlos gegen Rückporto auch in größerer Anzahl bei der „Aktion 3. Welt Saar“ bestellt werden: „Aktion 3.Welt Saar“, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56, E-Mail: a3wsaar@t-online.de, www.a3wsaar.de
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[[Kategorie:2007]]
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[[Kategorie:Aktion 3.Welt Saar e.V.]]
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[[Kategorie:Flugschrift]]
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[[Kategorie:Paul von Lettow-Vorbeck]]
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[[Kategorie:Uwe Schulte-Varendorff]]

Aktuelle Version vom 21. Mai 2020, 14:18 Uhr

10. Oktober 2007 Nr. 24

Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck – Vom Kaiser geehrt, vom Führer geliebt – Ehrenbürger der Stadt Saarlouis

Flugschrift der „Aktion 3.Welt Saar“, Auflage: 165.000 Ex.

„Aus unserer Sicht gibt es nichts an Lettow-Vorbeck, das heute noch verehrungswürdig wäre oder gar Vorbildfunktion hätte.“ Mit diesem Satz endet die vierseitige Flugschrift der „Aktion 3.Welt Saar“, zu dem deutschen Kolonialmilitär Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1964), der in Saarlouis geboren wurde. Unter dem Titel „Der Mythos Paul von Lettow-Vorbeck“ setzt sich ein Autorenteam der „Aktion 3.Welt Saar“ kritisch mit dem Saarlouiser Ehrenbürger auseinander und plädiert für einen anderen Umgang. Bis heute ist sowohl in Saarlouis als auch in Völklingen eine Straße nach ihm benannt.

Die vierseitige Flugschrift zeigt unter anderem das Konterfei der Saarlouiser Ehrenbürgerurkunde vom 5. Oktober 1956 und erscheint mit einer Startauflage von 165.000 Ex.. Sie wird am 12. bzw. 13. Oktober der „Saarbrücker Zeitung“ und der „tageszeitung“ (taz, Berlin) beigelegt. Die Publikation der Flugschrift wird von mehreren Organisationen unterstützt, unter anderem dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED, Bonn), der Stiftung Demokratie Saarland, der Stiftung do (Hamburg), Netzwerk Selbsthilfe Saar, der Peter Imandt Gesellschaft e.V., Solidaritätsfonds der Hans Böckler Stiftung (Düsseldorf), der Rosa Luxemburg Stiftung (Berlin) und von InWent gGmbH aus Mitteln des BMZ.

„Ich plädiere für die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft, die Umbenennung der nach ihm benannten Straße und für ein öffentliches Gedenken an die Opfer seiner Politik“. Diese Vorschläge macht Rüdiger Fries vom Vorstand der „Aktion 3.Welt Saar“. 1904 war Lettow Vorbeck aktiv am Völkermord an den Herero in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) beteiligt, lies 1919 Sozialdemokraten und Kommunisten erschießen und diente den Nazis als Redner und bekämpfte die Demokratie der Weimarer Republik. Begleitend zu der Publikation der Flugschrift findet ein Vortrag mit dem Historiker und Buchautor Uwe Schulte – Varendorff statt: Dienstag, 16.Oktober, 19.30Uhr, Saarlouis, Theater am Ring; in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland und der Heinrich Böll Stiftung Saar; Eintritt 4 €.

Die Flugschrift zu Paul von Lettow-Vorbeck kann kostenlos gegen Rückporto auch in größerer Anzahl bei der „Aktion 3. Welt Saar“ bestellt werden: „Aktion 3.Welt Saar“, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56, E-Mail: a3wsaar@t-online.de, www.a3wsaar.de

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