Datei:2017-05-05 SFR ArtikelSZ Wohlfahrtsverbände5Mai2017 geschwärzt.pdf

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Pressemitteilung 05.05.2017

Zu den Erklärungen der Wohlfahrtsverbände „In Lebach läuft noch lange nicht alles rund“ Artikel Saarbrücker Zeitung, 30.4.2017. Nicht nur das Geld fehlt, sondern auch der politische Wille - Selbstbestimmung und Menschenrechte als Grundlage saarländischer Flüchtlingspolitik verankern

SFR fordert Auflösung des Lager Lebach - keine Kosmetik „Seit Jahren fordert der Saarländische Flüchtlingsrat die Auflösung des Lager Lebachs als Dauereinrichtung. Der Aufenthalt sollte im Rahmen der Erstaufnahme nicht länger als 3 Monate betragen. Danach sollten die geflüchteten Menschen auf die Gemeinden verteilt werden. Dass eine Verteilung funktioniert und Wohnraum ausreichend vorhanden ist, zeigen die letzten beiden Jahre“ so Peter Nobert, "Stattdessen wird weiterhin auf das unmenschliche System von oft jahrelanger Einkasernierung gesetzt.

Diese Vorgehensweise dient der Abschreckung. Lebensmittelpakete und ein kleines Taschengeld sind für viele Menschen dort jahrelanger Alltag. Gestrandet in trostlosen und renovierungsbedürftigen Häusern, wird lediglich für ein Überleben gesorgt aber nicht für ein Leben in Würde. Die Angst vor drohender Abschiebung, Perspektivlosigkeit und keinerlei Möglichkeit, das eigene Leben in die Hand zu nehmen, prägen den Alltag von hunderten Menschen im Flüchtlingslager Lebach.

Jeder Tag Aufenthalt im Lager Lebach behindert die Integration der Geflüchteten. Der Saarländische Flüchtlingsrat unterstützt die Arbeit der Wohlfahrtsverbände vor Ort. „Aber um den Geflüchteten eine Perspektive für ihr Leben zu geben, kann ein Lager mit oder ohne Mauern keine Lösung sein“ so Peter Nobert. Auch ein weiterer Geldzuschuss von Seiten der Regierung würde an der Aussichtslosigkeit vor Ort nichts ändern. Unter diesen Bedingungen ist Integration trotz der guten Arbeit der Wohlfahrtsverbände nicht möglich. Weil wir für die Integration sind, sind wir für die Auflösung des Lagers Lebach, für Wohnungen statt Lager sowie für Geld statt Sachleistungen

Für Rückfragen der Medien: Peter Nobert

Zum Hintergrund: Seit 2005 setzt sich der Saarländische Flüchtlingsrat ein für die Auflösung des Flüchtlingslagers Lebach als Daueraufenthaltsund Wohnort für geflüchtete Menschen. Im Juni vergangenen Jahres lebten rund 100 Geflüchtete seit 5 Jahren und länger im Lager Lebach. Abgeschnitten von der Gesellschaft und stigmatisiert durch ihre Wohnsituation. Wir fordern daher seit Jahren diesen Menschen ihre Würde und Selbstbestimmung wiederzugeben. Dies geht nur über die Abschaffung des Lager Lebachs als Dauereinrichtung und einer sofortige Beendigung der teureren und aufwendigen Ausgabe von Lebensmittelpaketen statt Geldleistungen.

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