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SFR - Saarländischer Flüchtlingsrat

Pressemitteilung

04.09.2013

Saarländischer Flüchtlingsrat fordert zusätzliche Aufnahme syrischer Flüchtlinge im Saarland

Der Saarländische Flüchtlingsrat hat die Landesregierung aufgefordert, verstärkt Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen und damit dem Beispiel von Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu folgen. Auch die CDU/CSU-Innenminister der Länder haben sich darauf geeinigt, zusätzlich zu dem 5000-er-Programm des Bundes weitere syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Gleichzeitig kritisiert der Flüchtlingsrat die damit verbundene Regelung, dass nahe Familienangehörige bereits in Deutschland lebender Syrer die Zahlung des Unterhalts ihrer Familienangehörigen übernehmen müssen.

"Angesichts des Leides der Menschen in Syrien sollte auch das Saarland ein Zeichen der Solidarität setzen und ein größeres Kontingent von Flüchtlingen aus Syrien aufnehmen", so Peter Nobert vom Saarländischen Flüchtlingsrat und weiter: "Dabei sollte die Aufnahme ohne finanzielle Bedingungen und möglichst unbürokratisch erfolgen."

Weiterhin kritisierte Peter Nobert die Bundesregierung, die sich weigert, mehr als die bisher zugesagten 5000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. "Bundesregierung wie Landesregierung müssen jetzt helfen", so Peter Nobert. Wer angesichts von mehr als sechs Millionen Flüchtlingen und der katastrophalen Situation in Syrien Kostengründe vorschiebe oder auf andere Länder der EU verweise, stehle sich aus der politischen Verantwortung.

"Darüber hinaus wäre es ein deutliches Zeichen der Solidarität, allen in Deutschland lebenden Syrern grundsätzlich und unbefristet Asyl zu gewähren und ihnen somit eine Perspektive hier im Land zu ermöglichen", so Peter Nobert abschließend.

Zum Hintergrund: 100.000 Tote, Giftgas gegen die Bevölkerung und Millionen Flüchtlinge: Das ist die desaströse Bilanz des aktuellen Bürgerkriegs in Syrien. Von den mehr als sechs Millionen Flüchtlingen sind rund zwei Millionen in der Türkei, in Jordanien oder im Libanon in großen Camps untergebracht. So leben allein im Flüchtlingslager Za'atari in der jordanischen Wüste mehr als 150 000 Menschen. Weitere vier Millionen Flüchtlinge sind Binnenflüchtlinge innerhalb Syriens, die ihre Dörfer oder Stadtteile aufgrund des Bürgerkriegs verlassen mussten. Die Not und das Leid der Bevölkerung nehmen tagtäglich zu. Laut der UNO-Flüchtlingshilfe UNHCR werden Trinkwasser, Nahrung, elektrischer Strom und Medikamente mit jedem Tag knapper.

Für Rückfragen: Peter Nobert - ...

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