Datei:2010 Merzig-Wadern Gegen das Vergessen, 2. Auflage.pdf

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Originaldatei(2.480 × 1.240 Pixel, Dateigröße: 2,79 MB, MIME-Typ: application/pdf, 12 Seiten)

Gegen das Vergessen

Orte des NS-Terrors und Widerstandes im Landkreis Merzig-Wadern

2. überarbeitete Auflage

Inhaltsverzeichnis

Vorwort S. 3 Der heutige Landkreis Merzig-Wadern: Frühes Grenzgebiet des SaarlandesS. 5Das SS-Sonderlager/Konzentrationslager Hinzert und die Region um Merzig-WadernS. 7Widerstand und Terror in der NS-Zeit: Regional, National und InternationalS. 8Losheim am See, Juden: Ausgrenzung bis in den TodS. 9Rimlingen und Rissenthal: Mathias Reinert, Perl-Besch: Zwangsarbeiter ohne NamenS. 10Perl-Sinz: Kampf um die FreiheitS. 11Wadern-Lockweiler, Josef Wagner: Bergmann, Kommunist, WiderstandskämpferS. 12Wadern-Wedern, Heinrich Graach: Katholik und WiderstandskämpferS. 13Beckingen-Düppenweiler, Johannes Hoffmann – Nazigegner, Europäer und erster saarländischer Ministerpräsident S. 14Beckingen, Aline Söther: Verfemte Liebe unterm HakenkreuzS. 15Merzig: Jahrhundertelang gewachsenes jüdisches Leben von den Nazis zerstört S. 16Merzig, Lenchen Weber und Gustav Regler: Widerstandskämpfer gegen die NazisS. 17Weitere Orte des GedenkensS. 18Unsere Quellen & ein DankeschönS. 19LiteraturhinweiseS. 20 Was folgt daraus für die Zukunft? Drei VorschlägeS. 22BildnachweisS. 22ImpressumS. 23

Die große Politik im Kleinen – Lernorte der Erinnerung Ziel der vorliegenden Publikation ist es, Orte des nationalsozialis-tischen Terrors und des Widerstandes im Landkreis Merzig-Wa-dern zu benennen und sie als Lernorte für Geschichte erfahrbarzu machen. Also zu zeigen, wie sich die nationalsozialistischePolitik von 1933 (bzw. 1935) bis 1945 auch in der beschauli-chen Region des heutigen Landkreises abspielte: Es gab Täter,Opfer und Verweigerer. Zwischen Januar und August 2010 führten wir eine Vielzahl von Gesprächen mit Heimatforschern, Wissenschaftlern sowiehistorisch Interessierten und recherchierten in der Literatur. Grundlage und Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung mitdem Nationalsozialismus ist zweierlei: Zum einen die Annahme,dass Auschwitz einen Zivilisationsbruch darstellte, so wie es derdeutsche Historiker Dan Diner, der in Deutschland und Israellehrt und lebt, treffend formulierte. Und zum anderen die Er-kenntnis, dass der Staat Israel eine der ganz wenigen materiel-len Konsequenzen aus dem Nationalsozialismus ist, demunsere Sympathie gehört. Er ist der Schutzraum für Juden undJüdinnen, der dem Wirken von Antisemiten Grenzen setzt. Hättees Israel bereits 1933 gegeben, wäre der Holocaust so nichtdurchführbar gewesen. Er war durchführbar, weil es den Nazis gelang, ihren Vernich-tungswahn gegen Juden und Jüdinnen aufs Engste mit dentechnischen Möglichkeiten zu verbinden. Alle Facetten dessen,was Gesellschaft ausmacht - Naturwissenschaft, Geisteswissen-schaft, Verwaltung, Staatsgewalt, Vereine, Verbände etc. - wur-den in den Dienst der Judenvernichtung gestellt. Den Nazisgelang etwas, was vor ihnen niemandem gelang. Es gelangihnen, das Handeln eines Menschen von der moralisch-ethi-schen Dimension zu trennen, die dem Handeln Orientierung undRichtung gibt. Es gab kein moralisch-ethisches Richtig undFalsch mehr. Die Kategorien Richtig und Falsch fanden lediglich noch Anwendung hinsichtlich der Frage, ob jemand seine Pflichttat oder nicht. Der einzelne Mensch ging in der Volksgemein-schaft auf.All dies geschah auch in den Kommunen des Landkreises Merzig-Wadern. Die große Politik fand auch im Kleinen stattund sie hatte Menschen, die handelten. So oder so. Die von uns zusammengetragenen Orte des NS Terrors und Widerstandes sind eine Auswahl. Nicht alle werden erwähnt. Esist das erste Mal, dass eine Darstellung den gesamten Land-kreis einbezieht. Die Christliche Erwachsenenbildung (CEB) e.V.hat es dankenswerterweise übernommen, Erinnerungsbegleiterauszubilden und Führungen zu den Orten anzubieten. Das Geschäft der Aufklärung, dem sich auch die beiden Autorenverpflichtet fühlen, ist ein mühsames und liefert selten die erhoffte Aufmerksamkeit. Aber es ist alternativlos. Möge der Er-kenntnisgewinn seine Früchte tragen. Wolfgang Johann Roland Röder Vorstandsmitglied Geschäftsführer der Aktion 3.Welt Saar der Aktion 3.Welt SaarLosheim am See im August 2010 Losheim am See im November 2010 (2. überarbeitete Auflage)

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aktuell16:23, 28. Sep. 2019Vorschaubild der Version vom 28. September 2019, 16:23 Uhr2.480 × 1.240, 12 Seiten (2,79 MB)Maintenance script (Diskussion | Beiträge)
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