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Aus Archiv der Aktion 3.Welt Saar
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Pressemitteilung – 25.9.2007 „Patienten 3. Klasse“ – Fachveranstaltung zur gesundheitlichen Situation von Flüchtlingen; Donnerstag, 4.Oktober, 19.30 Uhr, Saarbrücken, Nauwieserstraße 19 im Kino 8 1⁄2

Das Leben im Lager Lebach macht Flüchtlinge krank

„Patienten 3.Klasse – zur gesundheitlichen Situation von Flüchtlingen“, das ist der Titel einer gemeinsamen Veranstaltung des „Saarländischen Flüchtlingsrates“ (SFR) und des Deutsch-Ausländischen Jugendclubs Saarbrücken.

Gesundes Essen, Wellness- und Fitnessprogramme liegen voll im Trend und gesundheitliche Vorsorge wie medizinische Rundumversorgung sind für viele Menschen in Deutschland ganz selbstverständlich. Anders hingegen die Situation von Flüchtlingen: Sie kommen oft nicht nur aus Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung, ihre Lage ist auch hier im Land ziemlich verbesserungsbedürftig.

Zu Beginn wird der Rechtsanwalt Peter Nobert, der einer der Sprecher des Saarländischen Flüchtlingsrates ist, in das Thema einführen. Die schlechte gesundheitliche Versorgung der Flüchtlinge im saarländischen Aufnahmelager Lebach war für den SFR der Anlass, diese Fachveranstaltung zu organisieren. „Durch den eingeschränkten Zugang zum Gesundheitswesen, die mangelnde medizinische Versorgung und den unsicheren Aufenthaltsstatus, verbunden mit der Angst abgeschoben zu werden, werden Flüchtlinge im Lager Lebach krank gemacht und krank gehalten“, so Peter Nobert.

Ausgehend von der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach Gesundheit nicht nur die bloße Abwesenheit von Krankheiten, sondern ein Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens ist, versucht die Veranstaltung die gesundheitliche Situation von Flüchtlingen in Deutschland und speziell auch im Saarland darzustellen. Dabei sollen verschiedene Handlungs- und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt und diskutiert werden.

Als Referenten konnten Dr. Birgit Behrensen von der Universität Osnabrück und Jochen Gallenkamp von der „Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Wallerfangen“ gewonnen werden. Birgit Behrensen hat unter dem Titel „Auf dem Weg in ein normales Leben?“ eine Studie zur gesundheitlichen Situation von Flüchtlingen gemacht. Ein Ergebnis ihrer Studie ist: „Je weniger Möglichkeiten Asylsuchenden gelassen werden, ihr eigenes Leben zu gestalten, um so größer die Gefahr nachteiliger Auswirkungen auf die Gesundheit.“ Jochen Gallenkamp kennt als praktizierender Arzt die gesundheitliche Situation von Flüchtlingen im Saarland aus eigener Anschauung und Erfahrung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Saar e.V. statt und wird vom Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt Saarbrücken unterstützt.

Kontakt und Information: Saarländischer Flüchtlingsrat e.V., Kaiser Friedrich Ring 46, 66740 Saarlouis, Telefon 06831 / 4877938, E-Mail: fluechtlingsrat@asyl-saar.de

www.asyl-saar.de

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