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Aus Archiv der Aktion 3.Welt Saar
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Nr.16 /5.Mai2006

Ausstellungseröffnung im Rathaus Rehlingen-Siersburg. Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit

Gemeinsame Veranstaltung von der Gemeinde Rehlingen– Siersburg, terre des hommes und der „Aktion 3.Welt Saar“

„Wir haben als erste Kommune im Saarland einen Beschluss gegen Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit gefasst. Damit einher ging eine Selbstverpflichtung, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu kaufen. Ich würde es begrüßen, wenn sich andere Kommunen uns anschließen“. Mit diesen Worten eröffnete der Bürgermeister von Rehlingen- Siersburg, Martin Silvanus, am Freitag die Ausstellung “Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ im Rathaus seiner Gemeinde. Gemeinsam mit terre des hommes und der „Aktion 3.Welt Saar“ hat die Gemeinde Rehlingen- Siersburg diese Ausstellung auf die Beine gestellt. Die Ausstellung, die noch bis zum 26. Mai im Rathausfoyer zu sehen ist, zeigt Fotos von der Situation arbeitender Kinder und Produkte aus Fairem Handel, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden. Sie möchte Verbraucher/innen dazu ermuntern eine „Politik mit dem Einkaufskorb“ zu betreiben und Produkte ohne Kinderarbeit nachzufragen.

„Kinder die ausgebeutet werden, müssen aus diesen Arbeitsverhältnissen befreit werden und eine Ausbildung bekommen. Ich trete zusätzlich dafür ein, dass arbeitende Kinder mehr Rechte bekommen“, so Sigrid Schmitt von der terre des hommes Arbeitsgruppe Saarbrücken, die ebenfalls ins Rathaus nach Siersburg gekommen war. Wolfgang Johann von der „Aktion 3. Welt Saar“ irritierte zunächst die Besucher der Eröffnung, als er ausführte, dass er nicht prinzipiell gegen Kinderarbeit ist. „Es kommt darauf an, ob Kinder gezwungen sind zu arbeiten oder dies freiwillig tun wie beim Austragen von Zeitungen in Deutschland. Wenn Erwachsene in der 3. Welt gerechtere Löhne erhalten, dann sind Kinder nicht gezwungen zu arbeiten“, so Johann.

Alle drei Veranstalter sprechen sich gegen ein staatliches Verbot von Kinderarbeit aus. Dies würde arbeitende Kinder lediglich in die Illegalität treiben. Wichtig sind vor Ort gerechtere Löhne für die Erwachsenen und vor unserer Haustür eine Abkehr vom aktuellen Billigwahn. Wer hier Produkte billig einkaufen will, provoziert damit in der 3. Welt Kinderarbeit. Verbraucher/innen können dem durch eine „Politik mit dem Einkaufskorb“ entgegen wirken.

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