Datei:2006-03-16 (8) pe lidl transfair1.pdf

Aus Archiv der Aktion 3.Welt Saar
Version vom 16. August 2020, 14:35 Uhr von Max.gerlach (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „Kategorie:Kritik des fairen Handels“ durch „Kategorie:Kritik des Fairen Handels“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Originaldatei(1.240 × 1.753 Pixel, Dateigröße: 116 KB, MIME-Typ: application/pdf)

16. März 2006 Nr. 8

Zur Ankündigung Fair gehandelte Produkte bei Lidl zu verkaufen:

Transfair - Siegel und Lidl sind kein Widerspruch - Problem sind niedrige Standards bei Transfair. „Aktion 3.Welt Saar“ fordert die Kriterien des Fairen Handels neu zu definieren

„Wir sehen bei der geplanten Zusammenarbeit zwischen Transfair e.V. und Lidl keinen tendenziellen Widerspruch“, so Wolfgang Johann von der „Aktion 3.Welt Saar“. Transfair ist die bundesweit führende Siegelorganisation für Produkte aus Fairem Handel mit der 3. Welt und plant aktuell eine Zusammenarbeit mit dem Billig-Discounter Lidl. Anders als die Weltläden setzt Transfair auf die Zusammenarbeit mit Supermärkten und mit Herstellern, die ihre Erlöse im Verkauf mit nicht fair gehandelten Produkten erzielen.

Die geplante Kooperation verweist vielmehr auf ein generelles Problem bei Transfair: Die niedrigen Standards erlauben zwar die Kooperation mit Discountern, schränken aber damit die Glaubwürdigkeit des Fairen Handels, wie er in über 800 Weltläden bundesweit betrieben wird, ein. „Insofern ist in dem vorliegenden Fall ausnahmsweise nicht nur der Lidl-Konzern das Problem, sondern die Politik der niedrigen Standards bei Transfair. Lidl nutzt lediglich eine juristische Lücke“, kommentiert Johann. Deshalb regt die „Aktion 3.Welt Saar“ an, dass Transfair seine Kriterien des Fairen Handels korrigiert und die Einhaltung gewerkschaftlicher Mindeststandards und das Zahlen angemessener Preise an Bauern in der 1. wie in der 3. Welt zur Grundlage einer Zusammenarbeit macht.

„Aus der Sicht von Lidl kann ich diesen anvisierten Schritt sogar verstehen. Der Discounter hat ein erhebliches Imageproblem, seit Gewerkschaften und 3. Welt Organisationen deutlich gemacht haben, warum Lidl billig sein kann“, so Johann. Billige Löhne für Angestellte, das fast vollständige Fehlen von Betriebsräten, Dumpingpreise für Milch und Kaffee von Bauern aus der 1. und 3. Welt machen Produkte in den Lidl–Regalen billig. „Was für den Konsumenten billig erscheint, wurde in Wirklichkeit teuer erkauft“, meint Johann. Solange dies nicht geändert wird, sind Transfair Produkte in den Lidl - Regalen nur kosmetische Korrekturen. Weitere Informationen unter www.a3wsaar.de und im Weltladen der „Aktion 3.Welt Saar“, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56

Dateiversionen

Klicke auf einen Zeitpunkt, um diese Version zu laden.

Version vomVorschaubildMaßeBenutzerKommentar
aktuell19:45, 9. Dez. 2018Vorschaubild der Version vom 9. Dezember 2018, 19:45 Uhr1.240 × 1.753 (116 KB)Maintenance script (Diskussion | Beiträge)
  • Du kannst diese Datei nicht überschreiben.

Keine Seiten verwenden diese Datei.

Metadaten