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2.Dezember 2005 / Nr. 49
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„Tsunami – Ein Jahr danach – ready for tourism?“: Mittwoch, 14.Dezember, 20Uhr, Saarbrücken, Filmhaus
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== Tourismuskritische Diskussion der „Aktion 3.Welt Saar“.Ausmaß der Tsunami - Katastrophe durch Ferntourismus verschlimmert ==
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„Weil für den Ferntourismus die Wellen brechenden Mangrovenwälder abgeholzt wurden, verschlimmerten sich die Auswirkungen des Tsunami“, so Roland Röder von der „Aktion 3.Welt Saar“. Grund genug ein Jahr danach Bilanz zu ziehen. „Tsumami - Ein Jahr danach – ready for tourism?“ so der Titel einer Diskussionsveranstaltung der „Aktion 3.Welt Saar“ am Mittwoch, dem 14. Dezember 2005, 20 Uhr, Saarbrücken, Galerie im Filmhaus, Mainzerstraße. Referent ist der Tourismusexperte Steffen Schülein vom Projekt „FernWeh- Tourism Review“, das beim Informationszentrum 3.Welt (iz3w) in Freiburg angesiedelt ist. Die Einführung und Moderation übernimmt Andrea Hense von der „Aktion 3.Welt Saar“. Die Veranstaltung findet statt mit Unterstützung des Katholischen Fonds und der Stiftung Demokratie Saarland. Der Eintritt beträgt 2,50 €, für Fördermitglieder der „Aktion 3.Welt Saar“ ist er frei. Mit dieser Veranstaltung möchte die „Aktion 3.Welt Saar“ einen Anstoß geben für eine kritische Diskussion zu (Fern-) Tourismus: Kann ein Jahr danach Urlaub Wiederaufbauhilfe sein? Hat sich Tourismus als Instrument zur Armutsbekämpfung bewährt? Was ist mit den Menschen vor Ort und ihren Bedürfnissen?
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Die Bilder der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004 haben sich in unseren Köpfen festgesetzt. Zunächst schien es eine unabänderliche Naturkatastrophe zu sein. Doch bei näherem Hinsehen entpuppte sich die Größe der Zerstörung als von Menschenhand beeinflusst. Für den Ferntourismus wurden die Wellen brechenden Mangrovenwälder abgeholzt. Für den globalisierten Weltmarkt wurden Garnelenfarmen an den Küsten angelegt und Hotels für die Ferntouristen. Neben den Mangrovenwäldern wurden noch Korallen, Riffe und Sanddünen nivelliert, die einen natürlichen Schutz bildeten. Dies verschlimmerte die Zerstörungen. An den wenigen Küsten, an denen noch Mangrovenwälder standen, gab es weniger Verwüstungen und weniger Tote.
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Schon kurz nach der Flutwelle hat die indische Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva auf den problematischen Einfluss des Ferntourismus hingewiesen. Solche Stimmen werden gerne überhört. Denn schließlich tun wir doch nur Gutes, wenn wir „dort unten hin“ fahren und „denen da unten“ ein paar Euros bringen. Leider ist es nicht so einfach. Aber zu Hause bleiben, ist auch nicht immer die Lösung. Weitere Informationen: „Aktion 3.Welt Saar“, Telefon 06872 / 9930-56, www.a3wsaar.de
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Aktuelle Version vom 26. Dezember 2018, 20:43 Uhr

2.Dezember 2005 / Nr. 49

„Tsunami – Ein Jahr danach – ready for tourism?“: Mittwoch, 14.Dezember, 20Uhr, Saarbrücken, Filmhaus

Tourismuskritische Diskussion der „Aktion 3.Welt Saar“.Ausmaß der Tsunami - Katastrophe durch Ferntourismus verschlimmert

„Weil für den Ferntourismus die Wellen brechenden Mangrovenwälder abgeholzt wurden, verschlimmerten sich die Auswirkungen des Tsunami“, so Roland Röder von der „Aktion 3.Welt Saar“. Grund genug ein Jahr danach Bilanz zu ziehen. „Tsumami - Ein Jahr danach – ready for tourism?“ so der Titel einer Diskussionsveranstaltung der „Aktion 3.Welt Saar“ am Mittwoch, dem 14. Dezember 2005, 20 Uhr, Saarbrücken, Galerie im Filmhaus, Mainzerstraße. Referent ist der Tourismusexperte Steffen Schülein vom Projekt „FernWeh- Tourism Review“, das beim Informationszentrum 3.Welt (iz3w) in Freiburg angesiedelt ist. Die Einführung und Moderation übernimmt Andrea Hense von der „Aktion 3.Welt Saar“. Die Veranstaltung findet statt mit Unterstützung des Katholischen Fonds und der Stiftung Demokratie Saarland. Der Eintritt beträgt 2,50 €, für Fördermitglieder der „Aktion 3.Welt Saar“ ist er frei. Mit dieser Veranstaltung möchte die „Aktion 3.Welt Saar“ einen Anstoß geben für eine kritische Diskussion zu (Fern-) Tourismus: Kann ein Jahr danach Urlaub Wiederaufbauhilfe sein? Hat sich Tourismus als Instrument zur Armutsbekämpfung bewährt? Was ist mit den Menschen vor Ort und ihren Bedürfnissen?

Die Bilder der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004 haben sich in unseren Köpfen festgesetzt. Zunächst schien es eine unabänderliche Naturkatastrophe zu sein. Doch bei näherem Hinsehen entpuppte sich die Größe der Zerstörung als von Menschenhand beeinflusst. Für den Ferntourismus wurden die Wellen brechenden Mangrovenwälder abgeholzt. Für den globalisierten Weltmarkt wurden Garnelenfarmen an den Küsten angelegt und Hotels für die Ferntouristen. Neben den Mangrovenwäldern wurden noch Korallen, Riffe und Sanddünen nivelliert, die einen natürlichen Schutz bildeten. Dies verschlimmerte die Zerstörungen. An den wenigen Küsten, an denen noch Mangrovenwälder standen, gab es weniger Verwüstungen und weniger Tote.

Schon kurz nach der Flutwelle hat die indische Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva auf den problematischen Einfluss des Ferntourismus hingewiesen. Solche Stimmen werden gerne überhört. Denn schließlich tun wir doch nur Gutes, wenn wir „dort unten hin“ fahren und „denen da unten“ ein paar Euros bringen. Leider ist es nicht so einfach. Aber zu Hause bleiben, ist auch nicht immer die Lösung. Weitere Informationen: „Aktion 3.Welt Saar“, Telefon 06872 / 9930-56, www.a3wsaar.de

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