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13. Oktober 2005 Nr. 43

DGB Saar/„Aktion 3.Welt Saar“: „Mit Kinderarbeit wird’s billig!“. Flugschrift „Gute Kinderarbeit – schlechte Kinderarbeit“ vorgestellt

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben der DGB Saar und die „Aktion 3.Welt Saar“ die Flugschrift: "Gute Kinderarbeit - schlechte Kinderarbeit. Ein Plädoyer für Kinderrechte" vorgestellt. Die Flugschrift bietet einen inhaltlichen Einstieg in die Problematik der Kinderarbeit.

In einer Auflage von 5.000 Exemplaren erschienen, kann das vierseitige Flugblatt im Format DIN A 4 kostenlos angefragt werden (Tel.: 0681 / 40001-23 oder 06872 / 9930-56). Download-Möglichkeit unter: www.a3wsaar.de

Zur Information:

„Billig ist in und mit Kinderarbeit wird's besonders billig! Die Gewerkschaft Ver.di handelt richtig, wenn sie gegen den Billig-Wahn von Lidl & Co vorgeht und die massenhafte Verletzung von Arbeitnehmer-Rechten brandmarkt.“ Vergessen werden dürfe jedoch nicht die massenhafte Verletzung von Arbeitnehmer- und Menschenrechten auf der anderen Seite des Globus, bevor die so attraktiven und billigen Produkte im Discounter-Regal stehen. Dies stellten Wolfgang Johann (Aktion 3.Welt Saar) und Thomas Schulz (DGB) einvernehmlich fest.

Verlierer des Wettlaufs um den billigsten Preis seien unter anderem Kinder und Jugendliche in der so genannten 3. Welt. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization) arbeiten weltweit rund 250 Millionen Kinder unter 15 Jahren, davon 8,4 Millionen als Sklaven unter ausbeuterischen und unmenschlichen Bedingungen. Mehr als 20.000 Kinder sterben jährlich aufgrund mangelhafter Arbeitssicherheit, beispielsweise in Minen und Bergwerken.

„Anders als Kinder und Jugendliche in Deutschland, die hauptsächlich arbeiten, um sich zusätzliche Konsumbedürfnisse zu erfüllen, sind sie oft gezwungen zu arbeiten, um die Existenz ihrer Familie zu sichern oder um ihre Schulbildung zu finanzieren“, so Wolfgang Johann. Ein generelles Verbot von Kinderarbeit würde die Kinderarbeiter in Entwicklungsländern jedoch in den illegalen Bereich verdrängen, kriminalisieren und noch stärkerem Druck aussetzen. DGB und „Aktion 3.Welt Saar“ plädieren stattdessen für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen: Anständige Löhne für die Eltern der Kinder, bessere Arbeitsbedingungen für die Kinder, gute öffentliche Bildungsstrukturen. Unterstützend könne hier ein verändertes Konsumentenverhalten etwas ändern, indem Produkte aus dem fairen Handel konsumiert werden, deren Produktion garantiert ohne ausbeuterische Kinderarbeit erfolgt. Eine Vorbildfunktion komme dabei den Kommunen zu. Diese hätten die Aufgabe, gezielt auf „fair“ produzierte und gehandelte Produkte zurück zu greifen. Dies wurde in einem Schreiben an alle saarländischen Kommunen angeregt. Mit einer Kommune laufen zur Zeit schon konkrete Verhandlungen.

Abschließend betonten DGB und „Aktion 3.Welt Saar“ die Notwendigkeit, „dass Gewerkschaften und soziale Bewegungen hier und dort gemeinsam in einem starken Bündnis für die Durchsetzung von Kinderrechten eintreten müssen“, um ausbeuterische Kinderarbeit effektiv zu bekämpfen.

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