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Nr. 30 / 28. Juni 2004

34 Gruppen rufen zur Demonstration gegen Abschiebegefängnis Zweibrücken auf: Sa, 3. Juli, 14 h

Kein Mensch flieht freiwillig – Abschiebegefängnisse abschaffen

„Wir wehren uns dagegen, dass Flüchtlinge, seit der Diskussion um die Abschiebung des Islamisten Metin Kaplan unter Generalverdacht gestellt werden. Mit Islamismus haben wir nichts am Hut. Aus meiner Beratungsarbeit für Flüchtlinge weiß ich, dass kein Mensch freiwillig flieht.“ So schildert Emrullah Özdemir von der AKTION 3.WELT Saar seine Motivation, sich für die Demonstration gegen Abschiebehaft am Samstag, 3. Juli 2004 in Zweibrücken zu engagieren. Dazu rufen 34 Gruppen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf. Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, der Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz, der Saarländische Flüchtlingsrat e.V., das Multikulturelle Zentrum Trier und die AKTION 3.WELT Saar. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Hallplatz in der Innenstadt von Zweibrücken. Bei der Auftaktkundgebung tritt auch die Musikgruppe GLOBOTOB auf. Als Redner haben zugesagt Pfarrer Siegfried Pick für den Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz, Ingrid Meyer für die Humanitäre Hilfe Ingelheim/Trier, die auch Flüchtlinge in Abschiebehaft betreut, Donny Ohia, der selbst einige Monate in Abschiebehaft saß und Emrullah Özdemir für die AKTION 3.WELT Saar und den Saarländischen Flüchtlingsrat. Özdemir stammt aus dem türkischen Teil Kurdistans und wird in seinem Beitrag auch auf die aktuelle Islamismus-Diskussion eingehen.

„Abschiebegefängnisse sind für uns ein Stein in der Festung Europa. Europa schottet sich gegenüber Flüchtlingen immer stärker ab und präsentiert sich als Festung. Allein in den letzten 10 Jahren sind 4.500 Flüchtlinge umgekommen, bei dem Versuch in Europa Schutz vor Verfolgung zu finden.“, so Markus Pflüger von der AG Frieden Trier. Flüchtlinge, die den Weg hierher schaffen, werden entrechtet und z.B. durch Arbeitsverbote, Unterbringung in Sammellagern oder so genannten „Ausreisezentren“ vom öffentlichen Leben ausgegrenzt. Die Veranstalter setzen sich für eine Politik ein, die Fluchtursachen bekämpft und nicht Flüchtlinge.

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