Datei:1995-08-04 (23) Asyl Mumia Abu-Jamal.pdf

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Pressemitteilung 23 / 4.8.1995

Saarland soll schwarzem Journalisten politisches Asyl anbieten. Brief an saarländische Landesregierung

Saarbrücken / Losheim. Die saarländische Landesregierung soll dem schwarzen US-Journalisten und Politiker Mumia Abu-Jamal politisches Asyl im Saarland anbieten. Dies hat die AKTION 3.WELT Saar in einem Brief an die Staatskanzlei gefordert. Die saarländischen Mitglieder im Bundesrat sollen dort eine gleichlautende Initiative starten. Bereits 1987 bot die Landesregierung sieben zum Tode verurteilten Chilenen politisches Asyl im Saarland an.

Mumia Abu Jamal soll am 17.August 1995 im US-Bundesstaat Pennsylvania hingerichtet werden. Nach Ansicht der AKTION 3.WELT Saar ist die geplante Hinrichtung ein gezielter staatlicher Racheakt gegen einen unbequemen Menschen. Abu Jamal wurde 1982 von einem weißen Schwurgericht zum Tode verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, einen Polizisten ermordet zu haben. Der nur zwei Tage dauernde Prozeß, der zur Verurteilung von J amal führte, war von zahlreichen Verfahrensfehlern geprägt. Er durfte keinen Rechtsanwalt seines Vertrauens benennen und wurde zudem noch über weite Strecken vom Prozeß ausgeschlossen. Die Tatwaffe wurde nie gefunden, Zeugen gaben eine von Abu-Jamal abweichende Täterbeschreibung, schwarze Geschworene wurden kurz vor Prozeßbeginn gegen Weiße ausgetauscht. Vor seiner Verurteilung machte er sich vor allem als Journalist einen Namen, der über Menschenrechtsverletzungen der Polizei gegenüber Schwarzen berichtete. Zur Zeit laufen international unterschiedliche Aktivitäten zur Verhinderung der Hinrichtung und für die Wiederaufuahme eines fairen Verfahrens. Auch in der Bundesrepublik finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Die AKTION 3.WELT Saar spricht sich für die Wiederaufnahme des Verfahrens von Mumia Abu Jamal und für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA aus. Unterschriftenlisten und ein Fihn sind bei der AKTION 3.WELT Saar erhältlich.

Roland Röder

Den genauen Wortlaut des Briefes und weitere Informationen senden wir Ihnen gerne zu. Am Sa, 5.August, 11.00 Uhr findet eine öffentliche Präsentation der bisher gesammelten 1.200 Unterschriften statt.

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